AKT-Rundmail: "Wo samma daham? - Primitivhetze gegen Stadttauben, Stigmatisierung von Mitlebewesen und mitfühlenden Bürgern Wiens durch städtische "Tierschutz"funktionäre"

 

 

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Sehr geehrte Frau Tierschutzstadträtin Wiens Sima,
sehr geehrter Herr Tierschutzombudsmann Wiens Gsandtner,
sehr geehrter Herr Dr. Fellner,
sehr geehrte Medienvertreter Österreichs und besonders Wiens (insbesondere Frau Solmaz von der Wiener Zeitung),
liebe Tierschutzkollegen und Taubenfreunde, liebe Verteilerempfänger,

 

am 11.06.2013 trafen sich Experten auf dem Gebiet der Stadttaubenproblematik - insbesondere Tierschützer - auf Einladung des Wiener Tierschutzombudsmann Gsandtner zu einer zweitägigen Tagung zum Thema "Tiergerechter Umgang mit Tauben im urbanen Bereich“ unter dem Ehrenschutz der Tierschutzstadträtin, Mag. Ulli Sima. (Zum Zeitungsartikel der Wiener Zeitung)

 

"Wo samma daham?" (Langversion/Kurzversion)
fragen wir uns angesichts der hoffnungsstiftenden, erwähnten Tagung im letzten Jahr, die den Anschein erweckte, dass die Tierschutzombudsstelle Wien (TOW) den Tierschutz ernst nimmt und redlich bemüht sei, tierschutzgerechte Konzepte zu entwickeln, die den betroffenen Stadttauben und dem ethisch motivierten Tierschutzgedanken gerecht werden.
Aus dem deutschsprachigen Europa waren engagierte Experten angereist, um Ihre Ideen und die Ergebnisse ihrer Erfahrungen vorzutragen und es hatte den Anschein, dass man fortan an einem Strang zöge, kooperieren wolle und zu konsensfähigen, vor allem aber tierethisch korrekten Methoden fände, um die Problematik aller Großstädte exemplarisch und zukunftsweisend einer tragfähigen und langfristigen Lösung zuzuführen.

 

taube ratte schild2Alle Teilnehmer dieser ehrbaren Tagung müssen sich heute betrogen und hintergangen vorkommen angesichts der Plakataktion (Bild links), die Frau Sima, Herr Gsandtner und Herr Dr. Fellner nunmehr nicht nur zu verantworten haben, sondern auch noch stolz auf der Website der Tierschutzombudsstelle Wien präsentieren.

Es gibt keine Tauben mit Rattenköpfen, aber es gibt immer wieder und vermehrt Menschen in dieser Welt, die vorgeben, Gutes im Sinn zu haben, letztlich aber ihr wahres Gesicht und ihre wahre Gesinnung weithin sichtbar zur Schau stellen.

Wir sind empört über eine solche Hetzaktion gegen Mitlebewesen und wir bereuen, an die Aufrichtigkeit der TOW geglaubt und die Mühen, im letzten Jahr anzureisen und zu referieren, auf uns genommen zu haben. Wir distanzieren uns ausdrücklich von dieser Plakataktion und fordern die Verantwortlichen dazu auf, diese unverzüglich zu entfernen und zum vorherigen Kurs des Tierschutzes und des fairen und aufrichtigen Miteinanders zurück zu kehren. Eine solche Tier- und Taubenfeindlichkeit finden wir nicht einmal in deutschen Städten und schon gar nicht nach einer solchen Tagung.

Unsere dezidierten Positionen - gerade auch zur Frage der Stigmatisierung der Stadttaube zum "Schädling" und zur "Ratte der Luft", die wir in unserem Vortrag explizit sogar referiert hatten - finden Sie im Anhang "TaubenWienReferatundAnhänge.pdf". Auszug daraus:

"(...) Dass Tauben als „Ratten der Lüfte“ gelten, ist nicht nur eine Beleidigung für die Tauben, sondern auch für die Ratten, von denen wir Menschen uns genetisch zu nur sieben Prozent unterscheiden und vor allem für uns Menschen und unsere Haltung zu Nichtmenschen selbst. Es gilt, das Image der Stadttauben in der Gesellschaft zu korrigieren. Ich empfehle deshalb, die Öffentlichkeit daran aktiv zu beteiligen. Weshalb sollten z. B. Schüler nicht im Rahmen von Projekten Taubenschläge erbauen, einrichten und versorgen - natürlich unter fachlicher Aufsicht und Anleitung und von den Medien begleitet? „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“. Es gäbe so viele Möglichkeiten, auch das Stadttaubenmanagement in soziopädagogische Konzepte zu integrieren – an Ideen mangelt es mir dabei nicht. Dem Oberbürgermeister Wiens und jeder anderen Stadt empfehle ich ganz konkret, jedem Kleinkind seiner Stadt eine Plüschtaube zu schenken, so wie ich meiner kleinen Tochter – neben vielen anderen Tierarten – auch eine Plüschtaube schenkte. Mit Sicherheit wird kein Erwachsener Tauben als „Salmonellen-Bomber“ bezeichnen, wenn er als Kleinkind mit einer Plüschtaube schmuste und spielte. (...)"

Wir ersuchen die Medien dringend, diese Aktion der Stadt Wien anzuprangern und die konstruktiven Positionen, die auf der letztjährigen Tagung vorgetragen wurden, zu zitieren. Wir sind uns sicher, dass die Tierschutzbewegung und insbesondere die Stadttaubenschützer nicht ruhen werden, bis diese abscheuliche Plakataktion und Diskriminierungspolitik, die sich auch gegen mitfühlende Menschen richtet, abgestellt wurde. Frau Sima und ihre Kollegen sind gut beraten, rasch zurück zu rudern, die Plakate zu entfernen und sich öffentlich für diese Verfehlung zu entschuldigen.

Zu Rückfragen und Interviews stehen wir gerne jederzeit zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen

AKT- AKTION KONSEQUENTER TIERSCHUTZ

gemeinnützige Gesellschaft mbH

 

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