Projekt Affenanlage: Teil 3

Fertigstellung der neuen Leguananlage

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Projekt Affenanlage: Teil 2

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Leider ist die Versorgung der Tierstation sehr zeitintensiv, sodass wir oft erst abends dazu kamen, uns um das Bauprojekt zu kümmern - dafür dann teilweise bis nach Mitternacht damit beschäftigt waren.
Nachdem wir die Kornnattern ins Dach umgesiedelt haben, konnte der Neubau der Leguananlage in der Tropenhalle beginnen.
Vorher jedoch installierten wir zwei Tageslicht-LED Scheinwerfer über dem Landteil von Becken 2, um im Sommer die wattstarke Hochdruck-Quecksilberdampflampe abschalten zu können.

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Projekt Affenanlage: Teil 1

pina_und_suki

Am Mittwoch, den 03.08. begannen wir mit dem Umbau für die Affen Pina und Suki. Der erste Schritt war die Umsiedlung unserer sieben Kornnattern mitsamt Terrarium in das Dachgeschoss des Wohnhauses, wo sich auch der Wüstenraum befindet.
An dem ehemaligen Standort des Kornnatternterrariums (auf dem Foto schon weitestgehend ausgeräumt) soll jetzt eine neue Leguananlage entstehen, damit Pina und Suki das Großraumterrarium im Wintergarten beziehen können. Anschließend werden wir eine, durch das Dachfenster zugängliche Außenanlage auf das Dach des Wintergartens bauen.
20160803 145338 Da die Versorgung und Instandhaltung der immer noch wachsenden Tierstation unsere zeitlichen Ressourcen fast vollkommen in Anspruch nimmt, musste die Umsiedlung der Kornnattern parallel zu unserer wöchentlichen Pflege der Schlidkrötenaquarien in der Tropenhalle geschehen.

Suki
Noch immer suchen wir Menschen, die uns sowohl finanziell, als auch durch ihre Tatkraft bei unserer Arbeit im Allgemeinen und der Umsetzung dieses Projektes im Besonderen behilflich sind.

Übergabe dreier Pfleglinge

Am Donnerstag, den 21. Juli brachten wir drei unserer Pfleglinge zu einer Tierschutzorganisation, die an dieser Stelle aufgrund der begrenzten personellen Kapazitäten nicht genannt werden möchte.
Dennoch haben sie uns erlaubt, anonym über sie zu berichten.
feldhasenbaby
Zum einen übergaben wir ein Feldhasenbaby, das bei seiner neuen Betreuerin mit zwei Artgenossen großgezogen und somit von Grund auf adäquat geprägt werden kann. Die Auswilderung erfolgt auf dem 41.000m² großen, vereinseigenen Gelände, das weitläufige Wiesen, Sträucher und viele Bäume aufweißt und einen sehr stabilen Außenzaun hat.

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Das zweite Tier war ein Eichhörnchen, was aufgrund seines gebrochenen Vorderbeins bei uns eingeliefert wurde. Die Verletzung konnte zwar weitestgehend verheilen, das Bein jedoch blieb unbelastbar, sodass das Eichhörnchen es stets an die Brust anwinkelt. Somit ist dieses ansonsten vollkommen gesunde und sehr flinke Tier leider nicht mehr wildbahntauglich, doch konnten wir es zur dauerhaften Unterbringung jener Tierschutzeinrichtung überbringen. Dort hat es eine geräumige Anlage und mehrere Artgenossen, die aufgrund verschiedener Behinderungen ebenfalls in Menschenobhut verbleiben müssen.
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Das dritte Tier war ebenfalls ein Feldhase, den wir selbst großzogen. Er wurde nachts, bei strömendem Regen, im Graben einer Landstraße gefunden und hatte anfangs mit Krankheit und schweren Verdauungsstörungen zu kämpfen, welche wir jedoch erfolgreich austherapieren konnten. Unsere grüne Meerkatze Meggy nahm sich seiner an, bis er groß und alt genug zur Auswilderung war - der Feldhase erklomm mit ihr sogar die Baumstämme ihrer Anlage.
meggy feldhase

Wir setzten ihn zu den dort ansässigen Rehen, wo für ihn Futter und Wasser zugänglich ist. Er verließ uns sehr zögerlich und bevor wir endgültig fuhren, kam er über die gesamte Länge des Areals gehoppelt, als ob er sich noch einmal verabschieden wolle - was uns zu Tränen rührte.
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Schlangenfund

polizei kornnatter

In der letzten Woche erhielten wir zwei Anrufe von umliegenden Polizeistationen.
Sonntags wurde uns mitgeteilt, dass sich eine Schlange in der Innenstadt Grünstadts in einem bepflanzten Beet verkrochen hätte. Wir eilten zum Ort des Geschehens, wo sich herausstellte, dass es sich um eine einheimische Ringelnatter handelte, welche wir umgehend einfingen und in ein nahegelegenes Feuchtbiotop brachten (siehe Bilder). Die Herkunft der Schlange ist uns noch heute ein Rätsel, da es um den Fundort ausschließlich Beton- und Asphaltböden gibt, von stillen oder langsamfließenden Gewässern weit und breit keine Spur.

Montagnachts wurde uns gegen 0 Uhr von der Polizei Alzey eine Kornnatter gebracht, die vor einer Kneipe aufgesammelt wurde. Die Schlange ist noch sehr klein, wird aber, sobald sie etwas größer ist, bei unseren sieben weiteren Kornnattern im Terrarium leben.
Schlangen sind entgegen ihres Rufs sehr liebevolle Tiere, welche die Nähe ihrer Artgenossen genießen.

Zusätzliche Informationen