Thema Zehnfußkrebse: Undercover-Recherche von PETA USA

Hier der Link zur PETA-Seite und dem Video:

http://www.peta.de/LBML

AKT-Kommentar dazu:

Wir verweisen zunächst auf unseren Infotext von 1994 zum mangelhaften Schutz von Zehnfußkrebsen, siehe hier.

Wir bitten alle Tierschützer, die sich für diese Tiergruppe endlich einsetzen, fortan nicht mehr von Hummern, sondern von Zehnfußkrebsen zu sprechen, weil wir einen neuen Speziesismus ablehnen, bzw. davor warnen, dass ein solcher nun auf's Neue etabliert wird.

Denn neurobiologisch sind Hummer mit Garnelen, Taschenkrebsen, Langusten, Flusskrebsen, etc. identisch - es handelt sich zoologisch ausgedrückt bei allen um Zehnfußkrebse. Der Begriff "Krustentiere" ist übrigens ein Gourmetbegriff, den man auch in manchen Tierschutztexten liest (nicht in diesem), und deshalb mit tierrechtlerischen Überzeugungen nicht vereinbar!

Also muss die Forderung nicht lauten, keine Hummer mehr zu essen, sondern generell keine Krebse - gleich welcher Art - mehr zu essen!

Im hier aufgezeigten Falle sollte das Tierschutzgesetz der USA novelliert werden.

Mit der Bitte um Beachtung und Verbreitung!

AKT-Kommentar: Arte- Doku über In-vitro-Fleisch vom Oktober 2013

http://www.arte.tv/guide/de/048700-000/in-vitro-fleisch

Nach dem Mikrochip-Zeitalter sollte das Mikrobenzeitalter folgen. Nicht Körperzellen, sondern Mikroben-Ökosysteme wie das im Pansen eines Rindes oder das im Bau von Blattschneiderameisen, können uns sämtliche Nährstoffe in Biofermentern erzeugen. Ich habe dies dem EU-Agrarkommissar 2010 in Brüssel persönlich vorgestellt, siehe hier.

Schlimm, dass komplexe und überaus sensible Lebewesen wie Insekten, bedenkenlos mit Biofleisch als ethische und ökologische Alternative zur Schlachttierproduktion hier vorgestellt werden - Speziesismus in Reinform.

Auch wurde unterschlagen, dass Insektenzucht - zumindest in unseren Breiten, extrem stromintensiv ist. Heuschrecken brauchen 40 Grad Celsius, um sich zu vermehren und zu wachsen. Dass Laborfleischkulturen über ihre gesamte Wachstumszeit Unmengen von Antibiotika benötigen, wurde immerhin zugegeben, dass sie aber sehr energieintensiv sind (da Warmblüterzellen), Tiere als Gewebespender benötigen, die dafür sterben müssen sowie Unmengen an Desinfektionsmittel und Trinkwasser verbrauchen, wurde nicht berücksichtigt.

Wir vom AKT-Institut für Mitweltethik nennen dies "Frankensteinfleisch" und lehnen es grundlegend ab.

Statt dessen suchen wir für unsere Innovation Cellulose-Protein-Fermentation (CPF) Sponsoren, um diese wissenschaftlich entwickeln und in Serienreife bringen zu können. Wir würden es begrüßen, wenn uns die Leser hier sowie ARTE dabei helfen würden, unsere (bio)logische Innovation voran zu bringen.

Scobeltalk über Tierschutz/Tierrechte im September 2013

http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/170741/index.html

http://www.3sat.de/mediathek/index.php?display=1&mode=play&obj=38325

Hallo Kollegen,

gestern kam auf 3sat/Scobel ein Talk zum Thema Tierschutz/Tierrechte und die Frage, ob wir mit den Tieren alles tun dürfen, was wir wollen und können.

Wir fanden diese Sendung deshalb sehr gut, weil sie sich eindeutig gegen den Speziesismus, also die unterschiedliche Wertzumessung gegenüber Tieren aufgrund ihrer Andersartigkeit, aussprach. Gerd Scobel bekannte sich schon zu Beginn der Sendung auch zur Intrinsität der Wirbellosen, hier den Tintenfischen und Kraken, die gemäß "Wirbel"tierschutzgesetz überhaupt nicht geschützt sind, weil es sich "nur" um Weichtiere handelt. (Hier unser Text von 1992 zu dieser Thematik Thema)

Unter den Talkteilnehmern gefiel mir besonders Prof. Manfred Nikisch, denn er führte zwei Argumente ins Feld, die auch wir von der AKT seit Jahrzehnten immer wieder einbringen:


1.) Bezüglich der Zuteilung von Menschenrechten für Menschenaffen stellte er die Frage, ob sich denn ein Schimpanse vor Gericht wegen Tierquälerei zu verantworten habe, wenn er einen Stummelaffen bei lebendigem Leibe in zwei Teile reiße, um ihn zu essen. Hier unsere Position zum GAP aus dem Jahre 1995.

2.) Kritisierte er, dass die Nachfrage nach Sojaprotein für die Fleischproduktion extrem anstieg, als nach BSE die Verfütterung von Tiermehl in der Mast und Milchproduktion verboten wurde. Dies habe massive Landnahmen und somit die Zerstörung von tropischen Regenwäldern zur Folge gehabt.

Wir fügen hinzu, dass diese Entscheidung falsch war und dass es genügt hätte, die Temperatur- und Druckverhältnisse bei der Tiermehlproduktion sicherzustellen. Denn Organismen unterscheiden stoffwechselbiologisch nicht zwischen Nährstoffen tierlicher oder pflanzlicher Herkunft. Dass anfallende Schlachtabfälle in gigantischem Ausmaße nach wie vor anfallen, und kostspielig anderweitig vernichtet werden, gleichzeitig aber die Regenwälder weiter zerstört werden, um pflanzliche Proteine für die Tiermast zu erzeugen, ist ein Unding und hat so oder so NUR schädliche Folgen, solange das Verbrechen "Tierproduktion" nicht weltweit abgestellt ist.

Bitte schaut Euch die Sendung und die Filmbeiträge in Ruhe an - sie stecken voller Fakten, Zahlen und Anregungen!

Danke!

Thema Fische/Kiemenatmer: Bei "45 Min" auf NDR 3

Bei "45 Min" auf NDR 3 am 09.09.2013: Angeln - Hobby mit Widerhaken

Zum Thema hier auch ein aktueller Artikel aus "Zeit online": http://www.zeit.de/2013/37/fisch-trophaee-tierquaelerei?commentstart=33#cid-3031498


Von uns nur folgenden Kommentar:

1995 veranstalteten wir die "Erste Demo für Fische in Europa" vor einer Forellenmastanlage, die auch einen "Angelsee für Jedermann" (auch Kinder) betrieb und noch heute betreibt. Nach wie vor wird das Elend der Kiemenatmer von der Tierschutz- und Tierrechtsszene vernachlässigt, obwohl sogar schon Angler, wie der NDR-Journalist sowie die Wissenschaft allmählich die ethische Dimension erkennen.

Hier unser Flyer zur damaligen Fischdemo, dessen Inhalt Wort für Wort auch heute noch aktuell ist.

Wir fordern alle wirklichen Tierschützer und Tierrechtler dazu auf, das Schicksal von Wechselwarmen, Kiemenatmern und Wirbellosen eins zu eins neben das von Säugetieren und Vögeln, von Straßenhunden und landw. "Nutztieren" zu stellen, da sonst nicht von wahrhaftigem Tierschutz- und Tierrechtkampf die Rede sein kann.

Bitte lest den Zeit-online-Artikel (Link oben).

Nehmt das Schicksal der Mehrzahl der von Menschen zu Leiden und Qualen verurteilten Tiere dieser Welt endlich ernst!

Danke!

AKT-Stellungnahme zu Tierrechte im Unterricht

http://www.tvg-saar-vegan.de/projekte/tierrechte-im-unterricht/


AKT-Stellungnahme:

Dei Faltblätter der TVG-Saar e.V. bezüglich "Tierrechts"pädagogik enthalten null pädagogischen und psychagogischen Wert! So kann man Kinder und Jugendliche nicht erreichen, geschweige denn überzeugen. Schade!

1.) Tiere sind keine "Freunde", Tiere sind Mitlebewesen mit Anspruch auf Leben, Schutz und artgemäßen Lebensraum.

2.) Durch die Aufzählung von vermeintlich menschlichen Eigenschaften wird lediglich erreicht, dass Jugendliche und Kindern nur jenen Lebensformen Intrinsität zumessen, die ihnen ähnliche Eigenschaften aufweisen.

3.) Die Heranführung an das Phänomen Leben in seiner ganzen Vielgestaltigkeit wird nicht ansatzweise angeregt. Toleranz und Respekt für Andersartiges somit nicht gefördert.

4.) Die wichtigste Andockstelle - die sog. Heimtierhaltung" wird nicht ansatzweise hierzu instrumentalisiert. Was soll ein Kind unter dem Begriff "Exoten" verstehen?

5.) Kindern und Jugendlichen nahe zu legen, keine artgemäß gestalteten Tierhaltungen (Zoos) zu besuchen und das Phänomen Zoo klar vom Phänomen Zirkus zu differenzieren, konterkariert das ganze Ansinnen schließlich komplett.

Schade um die vertane Chance, diesbezüglich einen richtungsweisenden Beitrag zu leisten. Die Faltblätter mögen der "reinen Lehre" genügen, nicht aber den Ansprüchen der neuen Generationen und Lebenswirklichkeiten (vgl. Mitweltpädagogik *.pdf).

Zusätzliche Informationen