Kommentar zur Talkshow Anne Will vom 09.01.2011

AKT- Kommentar zur Anne Will- Talkshow vom 09.01.2011 zum Thema „Dioxin im Frühstücksei – kein Respekt vor Mensch und Tier?“

Wie schon in unserer ausführlichen Kritik an der Talksendung Hart aber fair vom 15.12.2010 dargestellt, hat auch in der gestrigen Sendung die Repräsentantin des Tierschutzes ihr „Soll“ nicht erfüllt. Sie war als einzige bekennende Tierschützerin nicht nur personell unterrepräsentiert, auch die von ihr an den Tag gelegte Mentalität erweckte den Eindruck, als ob sie sich nicht klar darüber sei, dass es gilt, in einer Live- Talkshow zur allerbesten Sendezeit auf allerbestem Sendeplatz für die geschundenen Tiere und den Tierschutz beim Zuschauer zu punkten und eine Lanze zu brechen.

Wieder waren es andere, hier der ZDF- Mann und Theologe Peter Hahne und der Hamburger Starkoch Christian Rach, die beide durch ihre engagierten Redebeiträge für den Tierschutz mehr Bewusstsein beim Zuschauer geschaffen haben als die Tierschützerin Karen Duve.

Es ist eben nicht unbedingt ein Qualifikationsmerkmal für die Teilnahme in einer Talkshow, ein Buch „Anständig Essen“ verfasst zu haben! Nach welchen Kriterien wählen die Redaktionen eigentlich ihre Gäste aus? Ob da nicht doch mal Reformen dringend abgebracht wären?

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Menschen auf den Mond schießen

„Am liebsten würde ich die Menschheit auf den Mond schießen“,
„Ach würde die Menschheit doch aussterben“,
„Würde doch eine Seuche die bestialische Menschheit auslöschen“, etc.
– solche Auffassungen habe ich in all den Jahren meiner Tierschutzarbeit unzählige Male immer wieder von Kollegen gehört. Und oft gab es Situationen, in denen ich auch so gedacht habe.

Dass es zu viele Menschen gibt, das beklagte schon Prof. Grzimek in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts – da waren wir „nur“ 2,5 Mrd. Hätte man damals auf ihn gehört, anstatt ihn für seine Position zu verhöhnen, indem man ihm Menschenfeindlichkeit unterstellte, wäre es noch möglich gewesen, mit der Natur unseren Frieden zu machen und uns harmonisch in die Biosphäre zu integrieren (extensive Landwirtschaft, bescheidene Lebensführung, Bedarfsdeckungswirtschaft, Kreislaufwirtschaftssystem, Vegetarismus und Veganismus, Liebe zu allen Wesen, Glück in Bescheidenheit und Friede im Herzen und auf der Welt – kurzum paradiesische Verhältnisse).

Aber die Menschen wollte es anders: Globalisierter Kapitalismus bis zum Anschlag, Imperialismus, Ausbeutung, Kriege, Zerstörung der Mitwelt, Versklavung der Mitlebewesen – ihr wisst es doch selbst.

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Kommentar zum Dioxin-Skandal in tierischen Lebensmitteln

Dioxin im Futter, Antibiotika in der Mast, Tierseuchen, Gammelfleischskandale – bitte mehr davon, …
denn diese Skandale sind mächtiger als alle Aktivitäten und Aktionen aller Tier- und Verbraucherschützer zusammen.

Die Fleisch-, Eier- und Milchindustrie schafft sich mit diesen Methoden selbst ab – für uns Tierschützer und Vegetarier ein Grund zu feiern!
Das Jahr 2010 war ein erfolgreiches Jahr für die Etablierung des Vegetarismus – und ich hoffe, es wird 2011 so weiter gehen! Skandale wir dieser sind wahre Turbobooster in diese Richtung.

Und so sollten wir es auch gegenüber Öffentlichkeit, Medien und Politik artikulieren. Sind wir doch mal schlau und pfiffig: Gratulationsschreiben an die Fleischindustrie anstatt Proteste an die verantwortliche Politik sind hier m. E. angebracht. Wir wären dumm, wenn wir unsere knappen Ressourcen dafür vergeuden würden, gegen jeden einzelnen „Missstand“ in der industriellen Landwirtschaft und insbesondere der „Tierproduktion“ anzukämpfen, um letztlich damit eine „geschönte“ Form von Massentierhaltung zu erreichen, die doch nur dem Verbraucher den Tierkonsum erleichtert, ihm ein „gutes Gewissen macht“ und ihn eben NICHT zum Vegetarier werden lässt.

Zu versuchen, einen strukturellen Missstand, wie die Massentierhaltung ihn nun einmal darstellt, in kleinen Schritten und symptomorientiert, „etwas humaner“, „etwas ethischer“ zu machen, ist pure Zeitverschwendung und konterkariert das, wofür wir uns doch wirklich stark machen wollen – das Ende der Ausbeutung von Tieren und Mitwelt!

Das habe ich schon bei BSE so vertreten und die Massenkeulungen – sie sind für mich nur dann ein Problem, wenn die Tiere nicht tierschutzgerecht dabei getötet werden. Ihr Tod durch menschliche Willkür ist eh beschlossene Sache – lieber sollen sie deshalb im Zuge der „Bekämpfung einer Seuche oder Futtermittelvergiftung“ sterben und für viel Geld entsorgt werden, als im Magen eines Menschen landen, denn Ersteres schadet der Fleischindustrie, dem Steuersäckel und dem Image des Tierkonsums an sich, Zweiteres führt dazu, dass am Fleischkonsum festgehalten wird.
Sind wir Tierschützer etwa für die Volksgesundheit zuständig? Ist in unserem „freiheitlichen“ Land nicht jeder selbst dafür verantwortlich, was er sich unter der Nase reinsteckt? Wollen wir, dass Fleisch NICHT schädlich und giftig ist? Wirklich?

Also was mich betrifft, so wünsche ich mir, dass der Fleischkonsum bei jenen, die trotz breiter Informiertheit ignoranter Weise immer noch Tiere essen, weil ihnen das Recht derselben egal ist, dass es zu massiven Krankheiten und auch Todesfällen unter den Fleischkonsumenten kommt – wer nicht hören will, der muss eben fühlen. Wenn schon Mitgefühl für und Achtung vor Tieren „zuviel verlangt“ ist, dann halt Angst vor Krankheit, Vergiftung und Tod – mächtige weil egoistische Gefühle.

Alles, was die Tierausbeutung tiergerechter macht, wirkt sich lebensverlängernd für sie aus. Das können wir nicht wollen.

Klar ist: Jede Form von Landwirtschaft, auch der Anbau von Nutzpflanzen, richtet Angst, Schrecken und Vernichtung über unsere Mitlebewesen, denn sie ist nur möglich, indem die verzweifelten Comeback-Versuche der Natur durch feindselige Aktionen mechanischer und chemischer Art durch die Landwirtschaft permanent unterminiert werden. (Ich lebe in einer Agrargegend – ich beobachte die Vergewaltigung des Landes und Bekämpfung der Natur durch die Landwirte das ganze Jahr über).

Auch Pflanzenkonsum fordert unzählige Opfer – wir brauchen eine grundlegende alternative Nahrungsmittelproduktion – die Bioreaktor und –fermentertechnologie. Nur so ist Friede und Wiedergutmachung an Tieren und Mitwelt langfristig möglich.

Zellulose – das neue Brot für die Welt

Offener Brief zur ARD- Talkrunde „Tiere essen“ in Hart aber fair

Offener Brief vom 16.12.2010 zur ARD- Talkrunde „Tiere essen“ in Hart aber fair vom 15.12.2010


Lieber Herr Plasberg, liebe Redaktion von „Hart aber fair“,

mit großer Aufmerksamkeit verfolgten wir gestern Abend Ihre Sendung. Wir danken Ihnen zunächst einmal dafür, dass Sie dieses kardinale Thema überhaupt aufgegriffen haben und dass sowohl Ihre Bemerkungen, Herr Plasberg, in der Sendung, als auch ihre eingespielten Filme und Animationen tendenziell kritisch zum Phänomen Fleisch- bzw.- Tierkonsum positioniert waren. Diese renommierte Sendung, zu besten Sendezeit in der ARD kurz vor Weihnachten – besser geht es nicht, um ein solch gigantisches Problem dem Zuschauer näher zu bringen und ihn damit zu konfrontieren.

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Thema "Willkommen Wolf" - aus Facebook kopiert!

Die AKT ist IMMER für die Tiere, für das Comeback der Natur und das Zurückweichen des Menschen, da er Platz zu machen hat all jenen, die er verdrängt, bedroht, ausgebeutet und ausgerottet hat.
ABER: Die Menschheit ist nach wie vor nicht bereit, diesen Planeten angemessen mit den anderen Spezies gerecht zu teilen. Kein Land der Erde ist dermaßen besiedelt und von Straßen zerschnitten, wie Deutschland. Kultursteppe, wohin man sieht und selbst die wenigen Wildtiere, die noch hier leben, wirken wie Fremdkörper in einer vom Menschen annektierten und dominierten Landschaft. Ich weiß beim besten Willen nicht, wie hier Wölfe ein einigermaßen sicheres und artgemäßes Leben führen könnten.
Man bedenke auch, dass es früher oder später zu Kreuzungen mit Hunden kommen wird und sobald eine Wolfsmutter umkommt - z. B. durch den Straßenverkehr, hat sich der Tierschutz den verwaisten Jungen anzunehmen. Wie soll das bewältigt werden können, was soll aus den handaufgezogenen und verprägten Wolfswelpen werden, wenn sie groß sind? Auswildern - das ist illusorisch, denn sie brauchen ihre Mutter und ihr Rudel, um zu lernen, wie man überlebt.
Ich mahne dazu, sich genau zu überlegen, ob der Tierschutz es überhaupt schaffen kann, auch noch die Wölfe vor Jägern, Landwirten, denaturierten Touristen und Städtern, Verwaltungen und Behörden, Rowdies und Straßenverkehr zu schützen.
Der Gedanke, dass Wölfe wieder in Deutschland leben ist verlockend aber realitätsfern - ich bin mir nicht sicher, ob wir dies zum jetzigen Zeitpunkt gut heißen können, wenn man sieht, wie weit Gesellschaft und Politik von der Reife und Ethik entfernt sind, sich mit solchen Wildtieren zu arrangieren. Man denke an Braunbär Bruno, an die genehmigten Abschüsse von Krähen und Tauben, die eigentlich geschützt sind etc.
Unsere Gesellschaft ist nicht reif für den Wolf!

Siehe: https://www.facebook.com/WillkommenWolf

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