Barack Obama

Ist ein teuerer Präsident auch ein wertvoller?

Eine Analyse über den 44. US- Präsidenten Barack Obama und „sein“ Volk.

Ein Volk wählt sich bekanntlich jenes Staatsoberhaupt, das es verdient, und das so denkt und vor allem fühlt, wie es selbst. Das ist der Schwachpunkt der Demokratie, denn sie kann nur zu einem guten Ergebnis führen und jenem die Macht geben, der mit ihr im nachhaltigsten und verantwortungsvollsten Sinne des Volkes umzugehen versteht, wenn die Wähler nach vernünftigen, weitsichtigen und ethischen Kriterien wählen.
Gerade die USA hat ihre Einmischungspolitik gegenüber so genannten Bananenrepubliken stets damit gerechtfertigt, dass sie behauptete, dass dieses oder jenes Land noch nicht demokratiefähig sei. Diktatoren wurden mit dem Instrument CIA gestürzt, oft eliminiert oder auch in Amt und Würden gebracht, solange diese die Interessen der USA durch ihre Politik wahrten. So wurde Sadam Hussein mit Geld und Waffen beliefert, als es gegen den Iran ging und Osama Bin Laden, als es galt, den sowjetischen Truppen im Afghanistankrieg Paroli zu bieten.
Dass George W. Bush ein Psychopath gewesen sei, wurde immer häufiger auch offen bekundet, ohne dass dies sogleich eine Verhaftung durch das FBI nach sich zog. Immerhin regierte er doppelt so lange wie Carter, Clinton und als sein Vater George Bush. Auch Ronald Reagan regierte zwei Legislaturperioden. Diesen und Georg W. Bush verbanden ganz wesentliche Charaktermerkmale. Beide waren „Cowboys“ – reaktionär, konservativ, emotional, „einfach“ und paranoid – beide waren in erheblichem Maße pathologische Narzissten, im Inneren selbstwertschwach und deshalb so gefährlich. Der eine gehorchte seiner dominante Frau Nancy, der andere ließ sich von seinem Vizepräsidenten Dick steuern.
Doch wes Geistes Kind ist der neue, messianische, junge, smarte, souveräne, schwarze Präsident Barack Obama?
Zunächst sei darauf hingewiesen, dass er in den sensibelsten Entwicklungsphasen seiner Psyche erheblichen Irritationen ausgesetzt gewesen sein soll. Die Eltern, ein Kenianer und eine Amerikanerin aus Hawaii trennten sich früh, er war als Einzelkind von seiner Mutter viel herumgezogen worden, wechselte oft Heim, Kulturkreis und Kontinent, bis sich ihm schließlich seine Großeltern annahmen und ihn weiter aufzogen. Die Psychopathologie und Psychoanalyse weiß um die enormen Auswirkungen instabiler und zerrissener Familienverhältnisse und häufiger Ortswechsel auf die psychische Konstitution eines Menschen, vor allem in der oralinfantilen Prägephase zwischen null und drei Jahren. Alle bekannten immanenten Charakterstörungen gehen auf diese Zeiten zurück, an die wir uns nicht oder nur spärlich erinnern können.
Es gab viele „große“ Führer in der Geschichte, die aus instabilen sozialen Verhältnissen stammten und massive Charakterstörungen aufwiesen. Das brisanteste Beispiel ist Adolf Hitler, dessen Störungen jenen des Deutschen Volkes nach dem ersten Weltkriege glichen. Er wusste, was er sagen musste und auch wie, um es hinter sich zu einen. Er war ein für damalige Verhältnisse hervorragender Redner, der es verstand, den Nerv seines rasant wachsenden Publikums exakt zu treffen. Und aus Zuhörern und Skeptikern wurden eingeschworene Anhänger…
Seine Methoden sprachen in weiten Teilen das infantile Selbst des Bürgers auf zumeist subtile Art und Weise an. Hitler wurde somit für den Bürger die personifizierte Projektionsfläche eigenen Wünschens und Wollens, woraus die Grundlage bedingungsloser Gefolgschaft resultierte. Das Volk tat alles für den Führer und somit für das eigene Kompensationsobjekt unbewältigter intrapsychischer Konflikte, die jedoch nur bedingt authentisch begründet waren. Dasselbe funktionierte von Seiten des Führers dem Volke gegenüber..

Der „Knut“ der US- Amerikaner ist schwarz und heißt Barack:
2007 erlebten wir in good old Germany den so genannten Knut- Effekt. Auf ein Eisbärenbaby projezierten die Deutschen (und nicht nur diese) das Heil, das sie in der Welt ansonsten so vermissten und degradierten es zum kollektiven Kuscheltier. Und so wie Knut- Bildchen und Knut- Plüschtiere reißenden Absatz fanden, werden auch in Amerika Sonnenbrillen, T-Shirts, Torten, Anhänger, Halsketten und andere Accessoires mit Obamas Namen und/ oder Foto drauf, verkauft. Es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis auch Obama- Püppchen angeboten werden.

Barack Obama führte den teuersten Wahlkampf aller Zeiten mithilfe der Medien und des Internets in einer am Boden liegenden Supermacht gegenüber einem in seinem Selbstwertgefühl massiv irritierten und geschädigten Volk. Systematisch grub sich dieser Mann in das Gedächtnis eines jeden Bürgers ein - weit über die USA hinaus. Als erster Präsidentschaftskandidat durfte er eine Rede in einer Hauptstadt jenseits des Atlantischen Ozeans halten. Obama kann reden, mit Worten und Stimme das Träumen der Bürger stimulieren, Hoffnung und Zuversicht verbreiten und sogar Massenpsychosen auslösen. Er ist attraktiv, verfügt über ein gewinnendes Lächeln und seine Ergüsse erinnern an Predigten. Doch seine Mimik und Gestik wirken überaus beherrscht, maskenhaft und inszeniert – sie wirken nicht authentisch.
Am gestrigen Tage erlebte die Welt die bombastischste und teuerste Amtseinführung eines US- Präsidenten aller Zeiten. Zwei Mio. Amerikaner pilgerten nach Washington D.C., um ihren Messias zu sehen, ihm zuzujubeln, mit Fähnchen zu winken und zu weinen. Das surreale Spektakel kostete 150 Mio. US- Dollar. 40000 Sicherheitskräfte waren aktiviert und 80 % der Wähler sind inzwischen Obama- Anhänger – also auch Republikaner.
Und es wurde viel gebetet – vor allem dafür, dass „Gott der Herr“ Präsident Obama und seine Familie beschützen möge. Doch allzu groß scheint der Glaube an sein Gehör nicht zu sein, leistete sich doch die US- Regierung gleich sechs gepanzerte Cadillac- Limousinen zum Stückpreis von $ 3 Mio., einem Gewicht von sechs Tonnen und einem Benzinverbrauch von 40 Litern auf Hundert Kilometer.
Die deutsche Bundeskanzlerin A. Merkel kommentierte Obamas Amtseinführung als „einen besonderen Tag für Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt.“ – dabei gibt es doch nur 300 Mio. US- Amerikaner. Und auch in Kenia, der Heimat von Obamas Vater wurde gejubelt.
Obamas Rede war gut vorgetragen, inhaltlich aber nichtssagend – mit lauter Allgemeinplätzen bestückt – von allem etwas, wobei der gepeinigte und geplünderte Planet, den wir „Erde“ nennen, nur in einem flüchtigen Halbsatz Erwähnung fand. Die nichtmenschlichen Tiere fanden erst nach der Zeremonie Erwähnung, nämlich als es um das Festmenü für das erlesene Establishment im Kapitol ging: Fisch, Fasan und Ente. Keine andere Nation ist gemessen an der Bevölkerungszahl für unsere Mitwelt schädlicher als die USA. Wie wäre es mit Nobelpreisträger El Gore als Umwelt- und Energieminister?

Aussagen des messianischen Obama, mit dem ALLES besser werden soll (gerafft übersetzt von N24):
„Wir werden uns für unseren „American way of life“ nicht entschuldigen, wir werden ihn verteidigen!“, „Er kündigte kühnes und flinkes Handeln an“, „er verlangt einen nationalen Kraftakt“, „er kündigt Ära des Friedens an“, „er reklamiert die Führung durch die USA“, „Die USA sei ein Freund jener Männer und Frauen, die die Welt in Frieden und Würde wollten“ und „alle sollten die Chance erhalten, nach Glück zu streben“.

In seiner Pflichtenrede forderte er sein Landsleute dazu auf, mit den „kindlichen Dingen“ aufzuhören. Gerade diese Losung muss nachdenklich stimmen, wenn man sich die vorherrschende Mentalität der US- Amerikaner, wie sie gerade bei diesem Ereignis wieder einmal besonders krass zu beobachten war, vor Augen führt, sie ist nämlich ganz außerordentlich infantil und somit affektiv und emotional geartet. Stellungnahmen aus dem Publikum waren stets sentimental, unsachlich und unüberlegt vorgetragen worden. Begafft wurde der Superstar, das politische/historische Geschehen als solches war wohl kaum von Interesse – eine Inszenierung, wie sie auch in Hollywood hätte gedreht sein können. Die Fastfood- Gesellschaft benötigt auch die kausalen Globalzusammenhänge in oberflächlichen, möglichst klein gehaltenen Häppchen – möglichst per Fernsehen und möglichst im Soap- Format. Dass sich das Volk an den Gedanken gewöhnt habe, einen Schwarzen ins Weiße Haus zu wählen wird auf die Hollywood- Filme und zahlreiche Serien zurückgeführt, in denen das quasi vorinszeniert worden sei. Wohl in keiner anderen Nation der Erde kann über die Medien eine solche Macht ausgeübt werden, wie in den USA und so wie alles andere schwappte dieser Trend schon vor Jahrzehnten zu uns nach Europa rüber.
Die Amerikaner haben keine Beziehung zu der Welt außerhalb ihrer Grenzen, ihrem sinnlichen Eindruck nach leben sie auf einer Insel, denn die Kriege, die finden ja stets im Ausland statt. Es hat sich über Generationen zur Unselbständigkeit und Einfachheit (Primitivität), zu einer Schwarz-Weiß-Wahrnehmung entwickelt und darauf vertraut, dass die Regierung für billiges Essen und billigen Sprit, billige Häuser und billige Autos und viel von allem sorgen werde – koste es, was es wolle. Das amerikanische Volk ist bequem und fett geworden, wobei Letzteres auch eine psychologische Komponente aufweist, nämlich die orale Fixierung, über die unbewusst seelische Defizite kompensiert werden. Da hilft es wenig, wenn der schlanke, dynamische Obama den Kampfgeist der Gründerväter beschwört und von Pflichten, Schwierigkeiten und Entbehrungen redet – bei seinem Publikum rühren diese Worte zu Tränen, patriotische Emotionen kommen hoch, werden aber keinen Nachhalt finden. Denn dieses Volk verfügt nicht über jene charakterliche Ausstattung, die erforderlich wäre, um überhaupt zu verstehen, wie kompliziert die Welt doch ist und dass seine Opfer durch Pflicht und vor allem Verzicht die größten aller Völker sein müssten, wenn sich wirklich etwas zum besseren wenden soll. Es könnte ihm gar nicht folgen, selbst wenn es dies wollte – selbst wenn er all das ernst meinte, was er da sprach. Die Frage muss lauten: Weiß Obama eigentlich, mit welch einem Volk er es da zu tun hat und dass es niemals freiwillig seinen Lebensstil zu ändern bereit wäre, es sei denn, es würde dazu gezwungen?
Offensichtlich kennt er es, denn nach Ansicht von TV- Kommentatoren wird er die Themen Todesstrafe und Waffenrecht nicht anfassen, weil dies der amerikanischen Mentalität zuwiderlaufe.
Herausgestellt wurde auch, dass er sich ganz besonders um die Gunst des politischen und wirtschaftlichen Establishments bemühe. Welche Abstriche aus seiner angekündigten Heilsprogrammatik wird ihm diese Prostitution Wert sein?
Obama wird den Krieg in Afghanistan nicht nur fortsetzen, sondern auch intensivieren, obwohl es hierbei bekannter Maßen nicht um Terrorbekämpfung, sondern um die Hoheit über ein Land geht, durch das die Rohrleitungen für Erdöl aus den ehemaligen Südsowjetrepubliken zu den Verladehäfen im Indischen Ozean führen.

Ja, unsere Welt braucht einen Messias, einen für alle Lebewesen, einen, der die Kraft, Konsequenz und die Macht hat, uns aus dem selbst verschuldeten Jammertal zu führen, ins Licht der Wahrheit, Gerechtigkeit und Güte. Doch um dies zu erreichen müssten wir Menschen radikal brechen mit unserer narzisstischen Selbstsucht, unserer Rücksichtslosigkeit, Ignoranz, Beliebigkeit und Destruktivität.
Sicherlich, zu Barack Obama gab es keine wirklich gute Alternative, wir müssen ihm glauben, dass er all das auch will und kann, was getan werden muss, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Doch nüchtern betrachtet sind Zweifel sowohl an diesem Präsidenten, als auch an seinem Volk nicht nur berechtigt, sondern sogar zwingend. Denn wenn wir glauben, dass jetzt die halbe Miete schon bezahlt sei, werden wir nicht mehr weiter nach dem rechten Wege suchen und um ihn kämpfen

Der Kapitalismus muss überwunden werden! Unsere Welt mit all ihren empfindungsfähigen Lebewesen ist wichtiger als alles andere! Unser verfehltes Wirtschafts-, Leistungs-, und Bankensystem, auf dessen Altar wir hunderte Milliarden Euro/ Dollar zu opfern bereit sind, hat unsere Welt überhaupt erst an den Abgrund gebracht und muss sein Ende finden! An diesen Einsichten erkennen wir jene Führer, die das Potenzial aufweisen und tatsächlich dazu bestimmt sind, diese Welt zu retten

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AKT-AKTION KONSEQUENTER TIERSCHUTZ gemeinnützige Gesellschaft mbH
Peter H. Arras                                                                           21.Januar 2009

Bestätigung zum obigen Artikel: http://www.wahrheitssuche.org/obama.html

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