CO2 Abbau durch Algenwachstum

Die Wissenschaft hat öfter schon über die Möglichkeit nachgedacht, CO2 durch gefördertes Algenwachstum abzubauen, bzw. in Kohlenstoff umzuwandeln, allerdings mit wahnwitzigen Methoden im offenen Meer, wie der folgende Artikel zeigt:


http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/meeresduengung-fast-ohne-klimaeffekt/ vom 23.03.2009



Meeresdüngung fast ohne Klimaeffekt

Forscher düngten Algen mit Eisensulfat, um CO2 zu binden - unter Protest von Naturschützern. Nun liegen Ergebnisse des Experiments vor: statt Algen wächst die Krebspopulation. VON SARAH MESSINA

Als die "Polarstern" des Alfred-Wegener-Instituts vor mehr als zwei Monaten auf Expedition ging, hatte das Forschungsschiff mit 20 Tonnen Eisensulfat auch reichlich Zündstoff für Streit geladen. Das Experiment "Lohafex" sollte die Wirkung von Eisendünger auf das Algenwachstum untersuchen. Umweltschützer liefen Sturm, Umwelt- und Wissenschaftsministerium gerieten aneinander. Das Forscherteam aus Deutschland und Indien ist inzwischen mit ersten Ergebnissen zurück von der umstrittenen Expedition. Zurück bleibt ein Schwarm wohl genährter Krebse im Südatlantik. Das Klima profitiert davon aber kaum. "Die Dichte der Algen nahm zunächst wie erwartet zu", sagt Expeditionsleiter Victor Smetacek. Nach der zweiten Woche begannen allerdings die nur vier Millimeter großen Ruderfußkrebse im Algengarten zu wildern. Die stehen wiederum auf dem Speiseplan des garnelenähnlichen Flohkrebses und sorgten für noch mehr gefräßige Gesellschaft. Was die Wissenschaft als unerwarteten "Fraßdruck" bezeichnet, bedeutet für das Eisendüngungsexperiment: Die Algen kamen erst gar nicht dazu, ihren Dienst am Klima zu erweisen. Algen nehmen beim Wachstum Kohlendioxid auf. Sterben die Pflanzen, lagern sich ihre Überreste samt Kohlenstoff am Meeresboden ab. Mehr Algen bedeuten nach dieser vereinfachten Rechnung also mehr gebundenes Kohlendioxid und damit eine Entlastung für Atmosphäre und Klima. Für dieses vermehrte Algenwachstum soll die Düngung durch Eisensulfat sorgen. Das Forscherteam brachte deshalb 20 Tonnen des Meeresdüngers auf einer Fläche von 300 Quadratkilometern aus und beobachtete schon früh, dass die forcierte Algenblüte vor allem den kleineren Krebstieren zugute kommt.

Das dämpfte die Hoffnungen, große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid langfristig im Südozean binden zu können, so Smetacek: "Während der Lohafex-Blüte wurde weniger Kohlendioxid aus der Atmosphäre im Ozean aufgenommen als bei früheren Experimenten". Lohafex ist bereits das zwölfte Experiment zur Eisendüngung weltweit und das dritte mit deutscher Beteiligung. Frühere Versuche wurden in anderen Regionen mit einem starken Vorkommen der Kieselalge vorgenommen: Die hat eine härtere "Schale" und ist gegen den Hunger von Algenfressern wie dem Ruderfußkrebs deshalb besser gefeit. Das Wachstum anderer Kleinalgen kann durch Eisendüngung zwar stimuliert werden, schließen die Wissenschaftler, jedoch fehlt ihnen der "Fraßschutz" der Kieselalgen. Die Düngung großer Flächen des Südozeans würde demnach für den Klimaschutz wenig Sinn machen. Das Lohafex-Experiment hatte vor allem wegen der Bonner Beschlüsse im Rahmen der Konvention zum Schutz der Biodiversität von 2008 für Streit gesorgt, die ein Moratorium für Eisendüngungsexperimente vorsehen. Auch das Bundesumweltministerium sah sich zur Intervention gezwungen. Wissenschaftsministerium und Alfred-Wegener-Institut berufen sich aber auf die Grundlagenforschung.

"Das Experiment hat gezeigt, dass Ökosysteme sehr unterschiedlich auf die Eisendüngung reagieren", sagt AWI-Direktorin Karin Lochte. Die Diskussion um einen großflächigen Einsatz der Eisendüngung werde komplizierter: "Einfache Rechnungen gehen bei der Meeresdüngung nicht auf." Vor der kommerziellen Nutzung der Düngung im Namen des Klimaschutzes hatten auch Umweltorganisationen vehement gewarnt: Sie fürchten eine Störung der empfindlichen Ökosysteme der Ozeane.


> Ein weiterer Link zur Algendüngung in der Märkischen Allgemeinen
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11829786/485072/Das-Alfred-Wegener-Institut-wollte-im-Suedatlantik-die.html
(AKT- Hinweis: Die Forscher beabsichtigten das Wachstum der Kieselalge anzuregen –der einzigen Algenart, die CO2 dauerhaft zu binden vermag- dies gelang jedoch nicht, da das für eine wirksame Vermehrung notwendige Silicium nicht im ausreichenden Maße vorhanden war!!! Stattdessen wuchsen einzellige Flagellaten, die dann von Krebsen gefressen wurden, welche wiederum das über die Algen aufgenommene CO2 durch den Atmungsprozess wieder freigaben ….)

> Ein Artikel aus der ’Zeit‘ über die Meeresalgen
http://www.zeit.de/online/2009/13/lohafex-beendet
(AKT- Hinweis: Hinzuzufügen wäre, dass die Kieselalgen sich deshalb so gut eignen, weil sie eine harte Schale aufweisen, und daher von Krebsen nicht gefressen werden können)

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Meine Idee, CO2, wie es tonnenweise bei der Verbrennung entsteht, kontrolliert in Phytoreaktoren zu leiten, hierdurch Algen zu düngen um somit Nährstoffe für die exponentiell anwachsende Menschheit zu gewinnen, und hierdurch die herkömmliche Agrarproduktion auf ein Minimum zu reduzieren, damit von uns einst von der Natur annektiertes Land renaturiert werden kann, ist DIE Lösung, mit der gleich mehrere brennenden Probleme unserer Welt nachhaltig und ganzheitlich gelöst werden können.

Algen sind hervorragende Nährstoffproduzenten mit hohen Anteilen an Proteinen und Kohlehydrate. Experimente mit Algen in Glasröhrensystemen, die man wie Sonnenkollektoren der Sonne aussetzt, werden bereits gemacht – aber leider NICHT zur Nährstoffproduktion.

Wir müssen alles daran setzen, diese ökonomisch UND ökologisch höchst sinnvolle Methode der Bioreaktion in Biofermentern und Phytoreaktoren zur Ernährung der humanoiden Weltbevölkerung durchzusetzen, damit unsere Biosphäre entlastet wird und heilen kann. Die Bevölkerungsexplosion wird, wenn wir an herkömmlicher Nährstoffgewinnung durch konventionelle Landwirtschaft festhalten, die letzten Naturgebiete zerstören, die Massentierhaltung auf die Spitze treiben und das Klima sowie die Meere und Binnengewässer, die Böden und das Grundwasser weiter ruinieren.
                                                                                        
Peter H. Arras, 29.08.2010

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